Inflation, Kaufkraft und Verzinsung vergleichen

Berechnen Sie mit einer frei gewählten durchschnittlichen Inflationsrate – ohne den Eindruck, zukünftige Raten seien bekannt.

Kaufkraft des angelegten Betrags am Ende – Wird berechnet
Kaufkraft ohne Verzinsung–
Kaufkraftveränderung ohne Verzinsung–
Nomineller Endbetrag mit Verzinsung–
Erforderlicher Betrag für gleiche Kaufkraft–
Exakte reale Rendite pro Jahr–

Die Berechnung unterstellt in jedem Jahr dieselbe Inflations- und Renditerate. Tatsächliche Jahresraten schwanken. Steuern, Gebühren und zeitlich unterschiedliche Ein- oder Auszahlungen sind nicht enthalten.

Inflation richtig in Szenarien verwenden

Aktualisiert: 3. September 2026

Zukünftige Inflationsraten sind unbekannt. Verwenden Sie deshalb mehrere Annahmen und betrachten Sie das Ergebnis als Szenario, nicht als Prognose.

  • Inflation wirkt über den Zinseszinseffekt auf das Preisniveau
  • Reale Rendite berücksichtigt sowohl Nominalrendite als auch Inflation
  • Steuern und Anlagekosten müssen separat berücksichtigt werden
  • Mehrere Szenarien zeigen die Bandbreite besser als ein einzelner Wert
So rechnen wir

Methode und Grenzen

Version 2026.3 · Stand 6. Oktober 2026

Rechenweg

Inflation und Nominalrendite werden jeweils jährlich verzinst. Der Rechner ermittelt den Preisfaktor über den gewählten Zeitraum, teilt nominale Beträge durch diesen Faktor und zeigt zusätzlich die exakte reale Jahresrendite aus dem Verhältnis von Rendite- zu Inflationsfaktor.

Vereinfachte Formel: Reale Jahresrendite = (1 + Nominalrendite) ÷ (1 + Inflationsrate) − 1

Beispiel

Bei 10.000 €, zehn Jahren und 2 % Inflation beträgt der Preisfaktor rund 1,219. Ohne Verzinsung entspricht der Betrag danach einer heutigen Kaufkraft von ungefähr 8.203 €. Eine Nominalrendite von 4 % ergibt eine reale Jahresrendite von rund 1,96 % vor Kosten und Steuern.

Was das Ergebnis nicht vollständig berücksichtigt

  • Konstante Inflations- und Renditeraten sind Szenarien, keine Prognosen
  • Steuern, Gebühren, Sparraten und Schwankungen innerhalb des Zeitraums
  • Der Verbraucherpreisindex beschreibt einen durchschnittlichen Warenkorb, nicht jeden Haushalt
  • Deflation und sehr extreme Eingaben können wirtschaftlich untypische Ergebnisse erzeugen

Primärquellen: Destatis: Verbraucherpreisindex , Destatis: Inflationsrate 2023 bei +5,9 % , Deutsche Bundesbank: Fragen zur Inflation

Geprüfte Kontrollfälle

Diese Referenzwerte werden bei Änderungen an der Berechnung erneut kontrolliert.

Eingabe Erwartetes Ergebnis
10.000 €, 10 Jahre, 2 % Inflation Preisfaktor 1,219; heutige Kaufkraft rund 8.203 €
4 % Nominalrendite bei 2 % Inflation Reale Jahresrendite rund 1,96 % vor Kosten und Steuern
Zwei Modellperioden mit 6,9 % und 5,9 % Preissteigerung 10.000 € ÷ (1,069 × 1,059) ergibt rund 8.834 €; kein exakter Januar-bis-Dezember-Vergleich
Pflichtfeld leer, mehr als 100 Jahre oder Rate außerhalb der angezeigten Grenzen Fehlermeldung statt Berechnung; vorherige Ergebnisse werden entfernt
Nominalzins leer oder −100 % bei mindestens einem Jahr Leer entspricht ausdrücklich 0 %; bei −100 % beträgt der nominelle Endbetrag null
Änderungsprotokoll der Berechnung
  • Version 2026.3 · 6. Oktober 2026: Technische Eingabeprüfung: Pflichtfelder, endliche Zahlen, ganze Jahre von 0 bis 100 sowie Inflation von −99 bis 100 % und Rendite von −100 bis 100 % werden geprüft. Geldbeträge erlauben Cent; leere optionale Rendite bedeutet 0 %. Fehler und Zahlenüberlauf entfernen alte Ergebnisse. Formeln und historische Raten unverändert; keine neue fachliche Quellenprüfung.
  • Version 2026.2 · 1. Oktober 2026: Historisches Jahresraten-Beispiel als Modellrechnung statt Januar-bis-Dezember-Vergleich eingeordnet. Formeln und historische Raten unverändert.
  • Version 2026.2 · 3. September 2026: Unbelegtes Beispiel mit rund 7 % Durchschnittsinflation durch die amtlichen Destatis-Jahreswerte 2022 und 2023 ersetzt.

Was Inflation mit der Kaufkraft macht

Eine Modellrechnung mit historischen Jahresraten

Destatis meldet für 2022 6,9 % und für 2023 5,9 % Inflation im Jahresdurchschnitt gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Verwendet man diese gerundeten Raten für zwei Modellperioden, ergibt sich 10.000 € ÷ (1,069 × 1,059) ≈ 8.834 € Kaufkraft gegenüber der Ausgangsbasis. Das ist kein exakter Vergleich von Januar 2022 mit Dezember 2023: Jahresdurchschnitte sind keine Monatsindexstände. Für einen solchen historischen Vergleich müssten die Indexstände der beiden gewünschten Monate verwendet werden. Der Rechner oben nimmt dagegen eine frei gewählte, konstante Jahresrate an; die Zwei-Raten-Rechnung ist ein separat nachvollziehbares Beispiel für die Verkettung von Preisfaktoren.

Warum Szenarien besser sind als eine Prognose

Niemand kennt die durchschnittliche Inflation der kommenden zehn oder zwanzig Jahre. Rechnen Sie deshalb beispielsweise mit einer niedrigen, mittleren und hohen Annahme und vergleichen Sie, wie stark sich der erforderliche Ausgleich verändert.

Nominal, real und der Unterschied, der zählt

Eine Anlage mit 4 % Rendite bei 3 % Inflation bringt nicht 1 % real, sondern etwas weniger: (1 + 0,04) ÷ (1 + 0,03) − 1 ergibt rund 0,97 %. Der Unterschied wirkt klein, wächst über lange Zeiträume aber spürbar, weil er sich verzinst. Der Rechner weist deshalb die exakte reale Jahresrendite aus, statt Nominalrendite und Inflation einfach voneinander abzuziehen.

Was der Rechner bewusst nicht abbildet

Steuern und Kosten stehen außerhalb der Rechnung. Auf Kapitalerträge fällt in Deutschland grundsätzlich Abgeltungsteuer an, dazu kommen je nach Anlage Depot- oder Fondskosten – beides mindert die reale Rendite zusätzlich und muss separat berücksichtigt werden. Der Verbraucherpreisindex beschreibt außerdem einen durchschnittlichen Warenkorb: Wer überdurchschnittlich viel für Miete oder Energie ausgibt, erlebt eine andere persönliche Teuerung als die amtliche Rate. Wie sich Energiekosten konkret zusammensetzen, zeigt der Stromkosten-Rechner.

Häufige Fragen zu Inflation und Kaufkraft

Wie berechnet man den Kaufkraftverlust?

Der Betrag wird durch den Preisfaktor des Zeitraums geteilt. Bei 2 % Inflation über zehn Jahre beträgt der Faktor 1,02 hoch 10, also rund 1,219. Aus 10.000 € werden damit rund 8.203 € heutige Kaufkraft.

Was ist die reale Rendite?

Die reale Rendite ist der Ertrag nach Abzug der Geldentwertung. Sie ergibt sich aus (1 + Nominalrendite) geteilt durch (1 + Inflationsrate) minus 1 – bei 4 % Rendite und 2 % Inflation also rund 1,96 %, nicht die oft genannten 2 %.

Wie hoch war die Inflation in Deutschland 2022 und 2023?

Das Statistische Bundesamt weist für 2022 eine Jahresteuerungsrate von 6,9 % und für 2023 von 5,9 % aus. In den Jahren davor lag sie meist deutlich niedriger. Für Zukunftsszenarien sollten Sie mehrere Annahmen durchrechnen statt einen einzelnen Wert.

Welche Inflationsrate soll ich für die Zukunft ansetzen?

Keine einzelne Rate ist belastbar, weil künftige Inflation unbekannt ist. Üblich ist, mit einer niedrigen, einer mittleren und einer hohen Annahme zu rechnen und die Bandbreite der Ergebnisse zu betrachten – etwa 2 %, 3 % und 5 %.

Quellen und Stand: Destatis: Verbraucherpreisindex und Destatis: Inflationsrate 2023 bei +5,9 %. Quellenprüfung am 3. September 2026. FAQ-Frage am 7. September 2026 auf die historischen Jahre 2022 und 2023 präzisiert; Berechnung und Datenwerte unverändert. Am 1. Oktober 2026 wurde die falsche Zuordnung des Jahresraten-Beispiels zu Januar/Dezember berichtigt und der Unterschied zur konstanten Rechnerannahme erläutert. Am 6. Oktober 2026 wurden Pflichtfelder, angezeigte Zahlenbereiche, Zahlenüberlauf und das Entfernen alter Ergebnisse bei Fehlern technisch abgesichert und getestet. Formeln und historische Raten blieben unverändert; keine erneute fachliche Quellenprüfung. Keine Anlageberatung.